Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Als Fahrgestell dient ein MAN TGM 18.330 Allrad. Das Fahrzeug ist mit einer maschinellen Zugeinrichtung ausgestattet. Die Zugkraft beträgt 50kN (entspricht 5 Tonnen).

Ausmaße des Fahrzeugs

Diese Ansichten zeigen die Ausmaße und den Platzbedarf des Fahrzeugs im Einsatzzustand.

Das obere Bild zeigt die Entnahmehilfe der Mehrzweckleiter. Der Mechanismus erspart die umständliche Entnahme vom Dach, was bei der Fahrzeughöhe sehr praktisch ist.

Auf dem Fahrzeugdach befindet sich in einer Box Bindemittel, ein Retteranzug, ein Einreisshaken, vier Saugschläuche mit Saugkorb sowie ein fest eingebauter Lichtmast mit vier Xenonscheinwerfern.

Der Maschinistenplatz

Bei diesem Fahrzeug wird ein automatisiertes Schaltgetriebe verwendet welches man auch manuell durch die 12 Fahrstufen führen kann.

Durch die Geländefähigkeit des HLF, verfügt das Getriebe über eine Untersetzung und Differentialsperren.

Zur verbesserten Wintertauglichkeit sind an der hinteren Antriebsachse automatische Schleuderketten als Anfahrhilfe verbaut während auf die Vorderräder schwere Schneeketten gezogen werden, um ein Vorankommen bei starkem Schnee und Schneeverwehungen zu gewährleisten.

Der Mannschaftsraum

Der Angriffstrupp

Im Innenraum des HLF sind zwei Pressluftatmer zur direkten Anlage auf der Anfahrt installiert. Die Entriegelung des Systems ist ausschließlich möglich, wenn das Fahrzeug die Feststellbremse eingelegt hat.

Zur medizinischen Erstversorgung von Notfallpatienten stehen der Besatzung ein Notfallrucksack und ein Automatisch-Externer-Defibrillator zur Verfügung.

Handlampen und Ladestationen

Zusätlich zu den genormten Handlampen stehen im Innenraum vier Adalit-Knicklampen in Ladeschalen zur Verfügung.

Die Funkgeräte der Trupps, sowie ein Mehrgasmessgerät sind ebenfalls an der Dauerladung.

Ersatzakkus für den Akkuschrauber der Türöffnungsbox und die Wärmebildkamera lagern in Ladeschalen.

Der Materialschrank im Mannschaftsraum

In einem fest eingebautem Schranke lagern Materialien zur direkten Entnahme für verschiedene Einsätze.

In der schwarzen Box befindet sich eine Dräger UCF 3200 Wärmebildkamera mit Dokumentationsgriff.

In der Metallbox wird das Türöffnungsset mit Akkuschrauber, verschiedenem Werkzeug und ein Fensteröffnungsset vorgehalten.

Die zweite Metallbox beinhaltet diverses Zubehör für die vorgehaltenen Messgeräte.

Kommunikation im Einsatz

Zur Einsatzstellenkommunikation dienen 2m-Band Funkgeräte, je ein 4m-Band Hand- und Fahrzeugsprechfunkgerät und ein Diensthandy.

Als Nachschlagwerk für Gefahrstoffe befindet sich ein Pocket PC auf dem Fahrzeug mit diversen Programmen zur Informationsgewinnung bei Gefahrguteinsätzen.

Neben der Atemschutzdokumentationstafel befindet sich die Fernbedienung der maschinellen Zugeinrichtung.

Beladung der linken Fahrzeugseite

Geräteraum 1 (Vorne)

Hier befinden sich Materialen zur technischen Hilfeleistung.

Auf dem Auszug befinden sich ein Halligan Tool, ein Airbagsicherungssystem, ein Pedalschneider, drei Rettungszylinder, das Hydraulikaggregat sowie drei Schuttmulden.

Hinter der Ausklappbaren Materialwand befinden sich zwei Hochdruckhebekissen mit Steuereinheit, ein Schutzdeckenset der Fa. Weber.

Im hinteren Bereich befinden sich zwei Grabenstützen, ein leerer Auffangkanister, eine Umfüllpumpe, Unterbauklötze und Holzbalken, diverse Dichtungen, eine Verkehrsunfallbox, ein hydraulischer Türöffner, ein Fahrerhaussicherungssystem für LKW, eine Umweltschadenbox und ein Stab Fast Fahrzeugsicherungssystem.

Geräteraum 3 (Mitte)

Im G3 befinden sich zwei Pressluftatmer sowie eine Atemschutz-Notfalltasche für den Sicherungstrupp, zwei Gullyabdeckfolien und in einer ausklappbaren Halterung befindet sich ein Sprungretter SP 16.

Geräteraum 5 (Hinten)

Im hinteren Geräteraum sind vier Pressluftflaschen, ein Verteiler, diverse Bandschlingen, eine Umlenkrolle, ein Kantenreiter, zwei Windenkeile, Drahtseile mit Schäkel, ein Sammelstück A-2B, vier Schlauchtragekörbe mit insgesamt 12 Schläuchen und einem Hohlstrahlrohr und ein mobiler Rauchabschluss. Im unteren Kasten ist eine Tauchpumpe TP4 und eine Turbinentauchpumpe.

Heckansicht

Das Fahrzeug verügt über je eine Ein-Personen-Haspel Schlauch und Verkehrsabsicherung. Auf der Schlauchhaspel befinden sich 6 B-Schläuche, je ein Hydrantenschlüssel Unterflur und Oberflur, ein Standrohr und die Verkehrshaspel beinhaltet vier Blitzleuchten, Verkehrsleitkegel und zwei  Klappwarnschilder. Auf den Fotos sind die Haspeln zur Seite abgeklappt, sie können jeweils auch entnommen werden.

Im Geräteraum Rückseite befinden sich Materialien zur Wassereinspeisung und zur Fortleitung.

Das Herzstück des Hilfeleistungslöschfahrzeug ist die Feuerlöschkreiselpumpe, sie verfügt über eine automatische Schaummittelzumischung und einer automatischen Tankniveauregulierung. Die Förderleistung beträgt 2000 Liter bei 10 bar Ausgangsdruck pro Minute.

Beladung der rechten Fahrzeugseite

Geräteraum 6 (Hinten)

Zum schnellen Einsatz verfügt das Fahrzeug über einen 50 Meter langen formstabilen Schnellangriffsschlauch über den sofort Schaum abgegeben werden kann. Des weiteren lagern B- und C-Rollschläuche im Geräteraum und im unteren Kasten ein direkt angeschlossener Verteiler an einem B-Rollschlauch. Erstmals wurde in Ennepetal eine Hygienewand auf einem Löschfahrzeug installiert um eine gewisse Sauberkeit während des Einsatzes zu halten. Als Ersatz für die herkömmliche Kübelspritze wurde das HLF mit einem Hydrofix-Löscher ausgestattet.

Geräteraum 4 (Mitte)

In den Metallboxen befinden sich ein Kaminkehrgerät, Elektrowerkzeug, Handwerkzeug und Handwerkzeug Holz.

Im Auszug befinden sich ein Schaumlöscher, ein Co2-Löscher, ein Mittelschaumrohr und der Schaumaufsatz für das Hohlstrahlrohr. Auf der Rückseite sind jeweils zwei B-Strahlrohre mit Stützkrümmer, und drei CM-Strahlrohre, diverse Übergangsstücke und ein Hohlstrahlrohr.

Geräteraum 2 (Vorne)

Hier befinden sich ebenfalls Materialien zur technischen Hilfeleistung. Im Einzelnen eine Rettungssäge, eine Motorkettensäge mit Schutzkleidung, ein Bohrhammer, ein Trennschleifer, eine Säbelsäge, zwei 50m Kabeltrommeln, zwei 1000 W Scheinwerfer auf einer Brücke, ein Spine-Board mit Begurtung, ein Motorlüfter und ein Stromerzeuger.

In der Auszugswand befinden sich diverse Bolzenschneider, Ast-Scheren, Feuerwehräxte, Beile und Bügelsägen. Die Rückseite beinhaltet Dunkhacken, Stossbesen, Schaufeln, Spaten, Brechstangen und ein Vorschlaghammer.