Rettungstransportwagen (RTW)

Rettungswagen werden zur Versorgung und zum Transport von Notfallpatienten eingesetzt. Die Qualifikation besteht aus einem Rettungsassistenten als Transportführer und mindestens einem Rettungssanitäter als Fahrer. Bei der Feuerwehr Ennepetal gehört die Ausbildung zum Rettungsassistenten zur Grundausbildung.

Technische Daten:

Bezeichnung: RTW

Typ: Mercedes Sprinter 519 CDI

Leistung: 140 KW / 195 PS

Getriebe: Automatic

Baujahr: 2014

Aufbau: Fahrtec

Besatzung: 1 / 1 

Sonderausstattung: Xenon Licht, Standheizung, reflektierene Beklebung

Das Außenfach

Im seitlichen Außenfach befindet sich der Tragestuhl, mit dem Patienten durch enge Treppenräume mittels einer Gleitschiene eine Treppe hinabtransportiert werden können. Zur stabilisierung von Wirbelsäulenverletzungen wird eine Vacuummatratze mit dazugehöriger Schaufeltrage sowie ein Set Stif Neck zur Fixierung der Halswirbelsäule.

Die Entnahme der Materialien wird über die Aussenseite getätigt, um die Behandlung des Patienten im Rettungswagen nicht zu stören.

Der Patientenraum

Im Mittelpunkt des Behandlungsraumes steht die Stryker Fahrtrage, die für verschiedene Lagerungstechniken und Behandlungen individuell eingestellt werden kann. Rechts und links davon befinden sich Sitze für den Rettungsassistenten und den Notarzt. In den Schränken und an der Wand des Patientenraumes ist die notfallmedizinische Ausrüstung untergebracht.

Die Arbeitsfläche

An der vorderen Wand der Einrichtung befinden sich alle Materialien, die zur Versorgung von Notfallpatienten benötigt werden. In der grossen Klappe werden Notfallmedikamente in Ampullenform vorgehalten, der Schrank ist abschliessbar. Die darunterliegenden Schubladen beinhalten neben Verbandmittel auch Materialien zur Beatmung und erweiterten Versorgung von Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern und Verletzungen. Auf der linken Seite ist das EKG mit automatischem Defibrillator zu sehen.

Beatmung und Absaugung

Im Bild oben zu sehen, ist das transportable Beatmungsgerät der Fa. Weinmann. Dieses Gerät vom Typ Medumat Standard A, ermöglicht eine Inhalation mit Sauerstoff, die assistierte Beatmung und eine kontrollierte Beatmung mit 100 % Sauerstoff für verschiedene Krankheitsbilder und Narkosen.

Im unteren Bildbereich ist eine der zwei ebenfalls transportablen Absauggeräte Typ Rescuevac zu sehen. Hiermit können die Atemwege von Flüssigkeiten und kleinen Frendkörpern befreit werden.

Der Defibrillator

Im Rettungsdienst des Ennepe-Ruhr-Kreises werden Defibrillatoren der Fa. Zoll M-Serie verwendet. Dieses Gerät ermöglicht neben der normalen EKG-Ableitung auch die Anlage und Auswertung eines 12-Kanal EKG um krankhafte Veränderungen zu erkennen. Die M-Serie beinhaltet ein Pulsoxymeter, mit dem man den Sauerstoffgehalt im Blut über einen Fingerclip messen kann. Desweiteren verfügt das Gerät über eine Kapnometriefunktion. Die Kapnometrie misst bei einem kontrolliert beatmeten Patienten die Konzentration von CO2 in der Ausatemluft und gibt damit Auskunft über die korrekte Lage der Intubation.